29. Dezember 2013

-Letzter Eintrag aus Costa Rica-

Hola ihr Lieben,
dies ist ist nun der letzte Blogeintrag aus Costa Rica, gerade eben hab ich den online-check-in bei IBERIA gemacht, Sitze reserviert und nun brauchen wir morgen nachmittag nur noch zum Flughafen fahren und dann kommt der mit Sicherheit sehr schwere Abschied vor allem von meiner Gastmutter, mit der ich heute beim Abendessen, was wir alle zusammen mit der Familie und meiner Mutter gegessen haben, schon geweint habe, dem Rest der Gastfamilie, also meiner Gastschwester, mit der ich mir das Zimmer geteilt habe, meinem Gasvater und meinem Gastbruder und natürlich von meinen deutschen Freunden, die ein Jahr in Costa Rica bleiben.


Die letzten knapp 3 Wochen hatte ich leider überhaupt keine Zeit und Möglichkeit einen Blogeintrag zu machen, aber kurzgefasst haben wir das erlebt:

-3 Tortuguero leider fast nur im Regen, weil im Gegensatz zum Westen des Landes, wo jetzt Trockenzeit ist, im Osten an der Karibik Regenzeit ist.
-4 Tage Puerto Viejo ebenfalls an der Karibikund ebenfalls fast nur bei Regen, sodass das Sonnenbaden schon mal ins Wasser fiel..
-2 Tage Can~o Negro im Norden, wo wir am Rio Frio recht viele Kaimane und andere Tiere wie Affen sahen.
-3 Tage La Fortuna am Fuße des aktiven Vulkan Arenal, der leider nicht mehr, wie damals, als ich das erste mal in 2007 in Costa Rica war, Lava spuckt aber trotzdem sehr schön ist. Wir waren in herrlich entspannenden natürlichen heißen Quellen baden und an einem Wasserfall.
-2 Nächte am Rincón de la Viaja=ein Vulkan im Nordwesten, wo wir eine Wanderung zu einem weiteren Wasserfall machten
-2 Nächte in Heredia bei meiner Gastfamilie, sodass wir Heiligabend hier verbrachten, auf costa ricanisch :D Es gab Hühnchen mit einer Kruste aus Käse und Butter-sehr lecker und dazu Reis, Salat und Rosmarinkartoffeln und zum Nachtisch wurde einer der von meiner Mutter mitgebrachten Schokoweihnachtsmänner gekillt und gegessen.
Den ganzen Tag hatte ich mich überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung gefühlt, bis endlich Sachen aufkamen, die ich aus Deutschland von Weihnachten kenne, wie die Weihnachtsmusik, das Kochen und dass sich alle schicker anziehen und dann natürlich die Bescherung ;)
Ansonsten hab ich mich aber im ganzen Dezember nicht in Weihnachtsstimmung gefühlt, weil es wie Sommer ist nur das ein paar Weihnachtsdekorationen aufgebaut werden. Auch Adventskalender und Adventskranz gibt es hier nicht.
-3 Tage in Sámara am Meer nur noch zum entspannen, und am 3.Tag kam noch eine deutsche Freundin von mir vorbei, weil sie nur etwa 1 Stunde entfernt in Nicoya wohnt und sie es daher auch nicht schaffen wird morgen zum Flughafen zum Verabschieden zu kommen, weil der Weg etwa 4-5 Stunden dauert, und so verabschiedeten wir uns dort schon..
-2 Tage in Heredia, wieder in der Gastfamilie, und einer der 2 Tage wird morgen der letzte sein..

Ich hoffe ich konnte euch einen relativ guten Einblick in mein Leben hier als Austauschschülerin geben, und denke ich werde noch mal einen Eintrag i Januar machen, um von der Heimkehr und dem Wiedersehen zu erzählen,
bis dann,
hasta luego

Julia

7. Dezember 2013

Letzte komplette Woche in der Gastfamilie..

Hola ihr Lieben,

bei meinem letzten Post war es noch etwa 3 Wochen hin bis zum Ende meines richtigen Austausch, und bis meine Mutter am 10.12. kommt, und ich wusste genau, dass diese Wochen wie im Flug vergehen würden. Anfang dieser Woche kam ich dann also in den Stress, dass ich noch seeehr viel unternehmen wollte, aber die Zeit dafür seeehr knapp war.
Erst fragte mich meine brasilianische Freundin, ob wir Bungee-jumping machen wollen, was ich wahrscheinlich so oder so nicht gemacht hätte, aber wir bekamen es eh nicht gebacken das zu organisieren. Also ging ich spontan mit einer deutschen Freundin zum INBioparque in Heredia, in dem man Schmetterlinge und die verschiedenen Pflanzen der unterschiedlichen Waldarten, Spinnen und eine Ausstellung über Vulkane sehen kann, doch leider mussten wir feststellen, dass er geschlossen war. Als wir dann nach den Öffnungszeiten fragten, verstanden wir, dass er jeden Montag geschlossen ist (später mehr dazu..).
Also machten wir uns, um den Tag nicht zu verschwenden, auf zur Mall von Heredia, schlenderten durch die Läden, kauften natürlich ein paar Kleinigkeiten und etwas zu essen, was man eigentlich auch gar nicht vermeiden kann (:D) und gingen dann ins Kino, in "Catching fire", der glücklicherweise nicht ins Spanische synchronisiert war, sondern im Original mit spanischen Untertiteln, denn spanische Synchronisationen klingen echt grauenvoll und sind meist richtig schlecht... Ich erwischte mich einige Male, wie ich die Untertitel lesen musste, um das Englische zu verstehen..

Dienstag hatte ichmich dann eigentlich mit 4 Freunden für den INBioparque und danach für die Mall (um nochmal Catching fire zu sehen, weil ich das schon länger mit denen abgemacht hatte), doch letztendlich sagten alle bis auf eine ab, sodass wir beide dann allein wieder zum INBioparque stapften, um erneut festzustellen, dass er geschlossen war, und als wir wieder nachfragten, erklärten die, dass der nur Freitag bis Sonntag geöffnet ist... Wir also wieder zurück und dann zu meiner Freundin nach Hause, wo wir Wii spielten, quatschten und youtube-videos guckten um dann um 3 zur Mall zu gehen, in der Hoffnung, dass noch jemand kommt, was leider nicht der Fall war, sodass wir eigentlich wie ich schon am Vortag durch die Mall schlenderten und dann ins Kino gingen. Ich fand den Film wieder sehr gut, und fand es schön, mal was mit einer Tica-Freundin zu machen und mit ihr viel Spanisch zu sprechen. (Diese Gelegenheiten kann ich an einer Hand abzählen...Ticos).

Mittwoch verabredete ich mich dann wieder mit meiner deutschen Freundin um in den ZooAve zu gehen, in dem man vor allem Vögel, wie Papageien und Tucane, und Affen sieht, aber auch Faultiere, Einen Berglöwen und anderes sehen kann. Das war ein wunderschöner Tag, wir waren fast allein in dem Zoo, das Klima war sehr angenehm und nicht zu warm, und es war sehr schön zu wissen, dass man die Zeit noch gut ausnutzt.
Dennoch fühle ich mich in dieser Woche sehr gestresst, weil ich jeden Abend spät von einem ganzen Tag draußen und unterwegs wieder komme und dann bis noch später am Abend den nächsten Tag organisiere, und am nächsten Tag wieder früh aufstehe.


Da hat wohl jemand keine Lust mehr auf seinen Käfig..








Man versucht etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, aber das klappt finde ich nur mäßig bei ca 25° und Sonne..;)
So auch an diesem Abend, doch da bekam ich es hin mich mit einer anderen Freundin aus Cartago zum Canopy zu verabreden, was wir beide unbedingt hatten machen wollen, aber nie die Zeit dazu gefunden hatten. Eigentlich hatte ich die Hoffnung dafür schon aufgegeben, aber tatsächlich schafften wir es, kurz vor Büroschluss noch eine Reservierung für einen Canopy.Park kurz vor Guápiles, an dem ich auch schon mehrmals vorbei gefahren bin, abzuschicken und uns am nächsten Tag um 8 Uhr in San José zu treffen, um um 10 dort zu sein. Glücklicherweise war fast niemand da, sodass wir (wegen des Schülerausweises meines Colegios :D ) auch noch Rabatt und eine "Privattour" für uns 2 mit 2 Guides bekamen. Die Tour bestand 1. aus 7 etwas kürzeren Stahlseilen und 2. aus etwa 300m langen Stahlseilen, an denen man etwa 30m über dem Boden über den Urwald flog, und dann buchten wir noch eine Strecke von 700m dazu, die an der höchsten Stelle 60 m hoch und auch die beste ist! Man fliegt dabei über einen Fluss und sieht um sich herum nichts als Regenwald=grün.
Um etwa 5 war ich dann ziemlich müde wieder zu Hause, aß erst mal was und duschte und fuhr dann schon weiter zu Lefke (mit der ich im Kino war), die im Moment bei ihrer sehr reichen Gasttante in Heredia, statt in Nicoya, wohnt, weil ihre Gastmutter in Argentinien ist. Eigentlich hatten wir vorgehabt, einen Filmabend zu machen, aber stattdessen nahmen uns die Gasttante und der GOnkel auf eine Spritztour mit ihrem zukünftigen neuen Jeep mit (Sie lieben große Autos), was ich aber sehr entspannt fand, weil ich da mal zur Ruhe kam und wir gut quatschen konnten. Nach einem Essen in einem Restaurant in Atenas (Alajuela) fuhren wir dann wieder nach Hause, fingen noch einen Film an, aber hörten ihn nach kurzem auf, weil wir einfach zu müde waren.




Für heute, Freitag, hatte ich mich eigentlich mit ein paar Ticos aus der Schule verabredet, um zum Monte de la Cruz zu fahren, der sehr schön sein soll, doch um 9 Uhr morgens sagten auf einmal alle ab (...Ticos), sodass Lefke und ich entschieden, es noch einmal zum INBioparque zu wagen, und dieses Mal klappte es auch tatsächlich ;) Allerdings finde ich den Park nicht sehr spektakulär und wäre mir ohne den Schülerrabatt durch den Schülerausweis nicht das Geld wert. Das beste daran waren das Schmetterlingshaus (was hier nur ein Teil draußen mit Netzen ist, weil die ja das tropische Klima nicht wie in deutschen Zoos erst schaffen müssen. Nachmittags fuhren wir dann jede nach Hause, und ich war froh, mal nicht erst spät nach Hause zu kommen.
Der hat sich einfach auf meine Hand gesetzt 


Für morgen ist bis jetzt nur geplant die Hochzeit meines Gastbruders am Sonntag weiter vorzubereiten, uns die Nägel dafür machen zu lassen und eigentlich bin ich mit zwei Leuten aus der Schule verabredet, aber das wird mir denke ich schon zu viel, abgesehen davon, dass die Organisaton davon immer an mir hängt, weil Ticos eigentlich nicht darum kümmern (Deshalb auch die Schwierigkeit für mich hier Freunde zu finden, ich weiß, dass andere sehr gute Freunde gefunden haben, aber an meiner Schule ist das wirklich nicht einfach).

Sonntag findet dan die Hochzeit statt, und Montag fahren Paula, Lefke und ich nach Manuel Antonio in der Nähe von Puntarenas, was mit als einer der schönsten Strände Costa Ricas gilt.

Mehr Fotos kommen später,

hasta pronto,

Julia

26. November 2013

"Fiesta de la alegría" und Strandausflug

Hola ihr Lieben!

Donnerstag war der letzte Tag mit allen Schulleuten -und auch der Beste!
Meine Gastschwester und ich fuhren wie normalerweise um 6:30 mit dem Schulbus zur Schule, aber dieses Mal in Alltagsklamotten, was mich richtig freute! In der Schule versammelten sich alle, außer den "Quintos" (11.Klässler, die schon ihr Bachillerato gemacht haben) in der Sporthalle, und dann wurden nach und nach alle Klassen auf die 22 Bussen aufgeteilt.. das dauerte allein etwa 45 Minuten..
Die Busse brachten uns zu einem großen Gelände in Alajuela (ca 30 Minuten entfernt) mit Pool, Fußball-, Basketball- und Tennisplatz und vielen "Ranchos" (überdachte Ess-und Kochplätze), wo  jede Klasse eins zugewiesen bekam. Meine Klasse hatte kein Essen vom Caterer bestellt, sondern alles selbst mitgebracht, was echt praktisch war, weil wir so einfach immer zwischendurch was Essen konnten. Morgens gab es Sandwiches, mit Schinken, Käse, Salat und Tomate, Äpfel, Weintrauben, Erdbeeren und Chips mit Dip, und nachmittags Grillte dann unsere Klassenlehrerin Fleisch, was wir in Tortillas mit Bohnenpaste aßen- sehr lecker!
Dann zog ich mir schließlich noch einmal mein T-Shirt von der Schuluniform an, nahm meine Costa Rica-Flagge und 3 Eddings und zog mit einer Freundin über das Gelände, um mir Uniform und Flagge signieren zu lassen.



 Damit verbrachten wir fast den ganzen Nachmittag, und zwischendurch setzte ich mich noch zu anderen und quatschte, es war sehr warm, die Sonne schien den ganzen Tag, und um etwa 3 wurde noch ein Klassenfoto gemacht (an das ich noch irgendwie rankommen muss ;) ) und dann brachten die Busse uns wieder zur Schule. Dort verabschiedete ich mich noch von ein paar Leuten, die ich aber in den Ferien auf jeden Fall nochmal treffen möchte, weil wir einfach zu wenig (d.h. eigentlich fast gar nichts) zusammen gemacht haben. Auch eine andere Deutsche von meiner Schule, die ein Jahr bleibt aber gleichzeitig mit mir angekommen ist, meinte, dass das an unserer Schule echt ein Problem ist, weil alle, zumindest die in der 10.Stufe viel lernen müssen und kaum Zeit haben etwas zu unternehmen, außer dass sie sich mal mit Leuten zum Lernen treffen, was aber ja für uns Austauschshcüler irrelevant ist, weil wir den ganzen Kram kaum verstehen.
Als wir dann im Bus saßen, musste ich aber doch meine Tränen unterdrücken, weil ich mich so glücklich fühlte, heute alle mal so entspannt und in Alltagskleidung gesehen zu haben, dass es so viele Leute gibt, die mir etwas zum Abschied auf die Uniform geschrieben haben, und dass ich so eine wunderbare Zeit in Costa Rica hatte, die sich jetzt doch dem Ende neigt, da ich nur noch etwa 3 Wochen habe, bis meine Mutter aus Deutschland kommt und dann eigentlich nur noch Urlaub, aber keineswegs mehr Alltagsleben stattfindet.


Außerdem wollte ich ja von meinem Ausflug an den Strand erzählen:
Freitag morgen traf ich also Nati, die Brasilianerin in San José und zusammen liefen wir zum Busbahnhof, von um 11:30 der Bus nach Tamarindo abfuhr. Um 13:30 Uhr kamen wir dann in Esparza an,wo Paula dazu stieg und wir gleichzeitig eine Pause machten.  Als Paula dann aber mit ihrer Sitzplatzkarte einsteigen wollte, war der Platz aber natürlich besetzt. Dort saß eine Amerikanerin, die eigentlich den Platz einer anderen Deutschen hatte,und die wiederum hatte eigentlich den Platz einer älteren Frau, die gar keine Sitzplatzkarte hatte, es aber partout nicht einsah aufzustehen, weil sie sich auf das Gesetz bezog, dass Älteren, Schwangeren und Behinderten einen kostenlosen Platz im Bus zuspricht. Dann ging also erstmal eine größere Diskussion mit dem Busfahrer und ein paar Männern, die sich einmischten, los, bis wir schließlich zur Polizei fuhren, die rein kam, aber wegen dieses Gesetztes auch nichts machen konnte, und wieder ging. Schließlich stand eine andere Frau auf, machte ihren Platz frei, sagte, die werde einfach einen anderen Bus nehmen und stieg aus.
Dann ging die Fahrt endlich weiter, bis wir um etwa 5 in einen ewig langen Stau kamen, sodass wir letztendlich erst um 19:30 Uhr in Tamarindo ankamen. Zuerst holten wir Lefke im total kalten Subway ab, und gönnten uns dabei erstmal jeder ein großes Sandwich, bevor wir uns dann auf die Suche nach einem Hostel machten. Nur durch Zufall, da wir zwei Engländer trafen, kamen wir auf das "Tamarindo Backpacker Hostel", was zwar doch etwas weiter vom Meer und der Hauptstraße entfernt ist, aber dafür nur von jungen Leuten geführt wird, und auch nur junge Backpacker oder ausgewanderte junge Leute aus Venezuela und Spanien beherbergt. Wir bekamen sogar noch ein 4er Zimmer, statt einem 8er, und zahlten trotzdem jeder nur $15 die Nacht.


Da unten schlief ich, auf der schlechtesten Matratze auf der ich je geschlafen hab..


Samstag gingen wir nachdem Frühstück direkt an den Strand von Tamarindo, der ähnlich wie Sámara ist, nur dass es mehr Felsen im Wasser gibt und viele Segel- und Motorboote dort ankern. Anschließend kauften wir im Supermarkt Pasta und Tomatensauce und kochten in der geteilten Küche vom Hostel. Nachmittags schlenderten wir durch die Souvenirläden von Tamarindo und setzten uns an den Strand, um den tollen Sonnenuntergang über dem Meer zu sehen.
Für die Nacht hatte uns einer der Guides vom Hostel vorgeschlagen, zur Playa Langosta zu fahren, um die Schildkröten beim Eier Legen zu beobachten, sodass wir um etwa 22 Uhr mit einer Gruppe von Leuten aus dem Hostel losfuhren, und dann 3 Stunden etwa 7 Kilometer am Strand hin und herliefen, und trotzdem kein Glück hatten und keine Schildkröten sahen..
Sonntag schliefe wir dann etwas länger, und hatten eigentlich vor, wieder entspannt an den Strand von Tamarindo zu gehen, doch die Leute vom Hostel luden uns ein, mit ihnen in einer Apartmentanlage, wo auch 2 von ihnen wohnen, zu kochen und dann zur Playa Langosta zu gehen.
Ich hatte mal wieder zu viel Angst vor den blöden Wellen und legte mich deshalb an den Strand, während die anderen noch weiter den Strand lang liefen und im Meer waren. Dann jedoch entdeckte ich, dass ein Animateur eines Hotels gerade ein Volleyballfeld zu dem Netz in den Sand zog und ging kurzerhand hin und spielte mit ihm- das erste Mal seit etwa 3 Monaten! Nach ein bisschen 1 gegen 1 spielen kamen dann auch die anderen dazu und bis zum Sonnenuntergang spielten wir noch weiter (denn dann mussten wir ja Fotos vom Sonnenuntergang machen..).






Montag war dann der beste Tag, da wir schon morgens um 9 mit dem Bus zur Playa Brasilito fuhren, von wo aus man dann zur Playa Conchal (Concha=Muschel) läuft, die wunderschön ist!
Playa Brasilito, gaaanz hinten rechts sieht man einen Streifen der Playa Conchal

Vorher waren wir noch in den Supermarkt gegangen, um für den ganzen Tag Picknick mitzunehmen, und dann setzten wir uns unter einen Baum, frühstückten mit Blick auf das türkis/dunkelblaue Meer und verbrachten den gesamten Tag bei Sonnenschein und etwa 30°C im Meer und am Strand. Den Sonnenuntergang kann man von dort aus leider nicht über dem Meer untergehen sehen, aber das machte dann auch nichts mehr :)




Um etwa 4 machten wir uns dann auf den Rückweg, und gingen Abends lecker Wraps und Eis essen, und genossen den letzten Abend quatschend und Die vorbeischlendernden Leute beobachten (die übrigens fast alle weiß= Europäer und US-Amerikaner waren..).

Dienstag genossen wir noch die Restzeit im Pool des Hostels, und fuhren um 2 p.m. mit dem Bus Richtung San José, während Lefke nach Hause nach Nicoya fuhr. Die Fahrt dauerte den gesamten restlichen Tag, und ich, die als letzte von uns aussteigen musste, war erst um 9 p.m. zu Hause...

Tut mir leid, dass der Post erst so spät kommt, aber unser Internet ist siet der letzten Woche miserabel und es hat Ewigkeiten gedauert die Fotos hochzuladen..

hasta pronto

Julia

P.S.: Mein Austausch dauert noch 14 Tage :o




15. November 2013

Taufe, viel freie Zeit, San José, Hard Rock Café :)

Hola ihr Lieben,

Vor etwa einer Woche fand die Taufe von meinem Gastneffen Samy statt, die auch ordentlich zelebriert wurde. Alle machten sich sehr schick, und nach dem in der Kirche alles abgehandelt war, kam auch noch ein Teil der Familie nach Hause, es gab lecker Essen von meiner Gastmutter, eine dicke Torte und natürlich Geschenke für den Kleinen.

Ich fuhr, da es der 2.11. war, und somit kurz nach Halloween, am späten Nachmittag zu einem Stufenkameraden , der in einer bewachten Wohnsiedlung (Condominio) lebt, und bei dem jedes Jahr an Halloween das typische Trick or Treat (dulces o truco) veranstaltet wird. Heißt, dass so ziemlich alle Kinder die in den rund 150 Häusern des Condominios leben, wie verrückte von Haus zu Haus rennen um so viel Süß wie möglich zu ergattern. Und wir Jugendlichen mittendrin. Eigentlich sollte das Ganze von einer Cimarrona (kleine Kappelle mit Trompeten,Posaunen und Trommeln) angeführt werden, doch die überholten schon nach wenige Metern alle.
Es war ein ganz lustiger Abend, an dem wir später noch Pizza bestellten, uns auf die Straße setzten (was dort vollkommen ungefährlich ist, weil es so gut wie keinen Verkehr gibt), die Süßigkeiten aßen, und die wunderschöne Aussicht über San José bei Nacht genossen.


Darauf die Woche begann auch schon meine letzte Woche mit normalem Unterricht, denn diese Woche sind wir schon in Examen, wobei man dafür nur morgens um 7:00 Uhr wie normal hingeht, dann das Examen schreibt, und um 9:00 Uhr wieder geht.
Diesen Sonntag war ich dann endlich mit 2 Ticos/-a und der brasilianischen Austauschschülerin von meiner Schule beim "Clásico" zwischen den zwei besten Fußballclubs von Costa Rica (von der Wichtigkeit her vergleichbar mit Bayern München und Dortmund) im Estadio Nacional. Da meine Familie total für Saprissa ist, war ich also auch für Saprissa, kaufte mir noch billig ein Trikot und ging dann mit meinen Liguista-Freunden (Sapeissa ist das eine Team, La Liga das andere) ins Stadion, und leider gewann La Liga auch noch 3:0, sodass die sich also alle riesig freuten :D
Mittendrin, so in der 60. Minute, fing es auch noch richtig an zu regen, und natürlich hatten wir keine Plätze unter dem Dach, sodass wir klitschnass wurde... Anschließend gingen wir dann, mittlerweile bei weniger Regen, zum nächst leereren TacoBell (ich werde ihn sooo vermissen, ich finds besser als McDonalds, denn da gibts es Tacos, Nachos, usw.super billig), denn alle Zuschauer hatten nach dem Spiel die Idee, etwas Essen zu gehen, sodass wir mit Hunderten anderen durch die Straßen zogen und ein FastFood Restaurant suchten, dass och nicht überfüllt war.


Montag gönnte ich mir mal einen Nachmittag für mich, und ging in die Mall, um ein paar Sachen zu besorgen, die ich brauche, hörte Musik und genoss es einfach mal allein durch die Läden zu schlendern.

Mittwoch fuhr ich mit meiner brasilianischen Freundin nach San José, da wir, zusammen mit zwei deutschen Freundinnen von mir, dieses Wochenende ans Meer wollen. Also kauften wir schon mal die Bustickets für Freitag, und anschließend lief ich noch zum Museo Nacional, da ich, da ich schon mal in San José war, auch etwas spannenderes sehen wollte, als nur die recht hässliche Innenstadt.
Dank meines Schülerausweises kam ich auch kostenlos in das Museum, aber es war bis auf einen fabrikähnlichen Raum, der voller Pflanzen und schöner Schmetterlinge war, gar nicht so spannend.Aber immerhin hab ich jetzt auch ein Museum gesehen :D.
Der Raum der Schmetterlinge

Einer der vielen Morphos

Irgendein Ureinwohner oder so

Blick aus dem Museum,  San José ist einfach unglaublich hässlich..

wunderschöner Sonnenuntergang... aus dem Bus

Donnerstag fuhr ich Nachmittags nach San Joaquín, und von da aus mit Max nach Alajuela, wo das neue Hard Rock Café San José de Costa Rica steht. Ich kaufte mir natürlich erst mal ein T-Shirt als Erinnerung,
und danach, weil uns die Getränke dort definitiv zu teuer waren, und wir beide im Moment aufs Geld gucken, um noch so viel wie möglich unternehmen zu können, gingen wir in die gegenüberliegende Mall und mal wieder zu TacoBell, und fuhren auch schon wieder (im Regen) nach Hause.
Rocker-Bild muss


Mittlerweile wird es immer schon um 17:30 stockduster, aber dafür regnets nicht mehr ganz so viel, erst so ab 16:00 Uhr und auch nicht immer.

Jetzt gerade packe ich meinen kleinen Handgepäckskoffer für unseren Strandausflug, morgen um 11:30 Uhr geht der Bus von San José nach Tamarindo, wo wir etwa 2-3 Nächte bleiben wollen, und anschließen weiter nördlich zur Playa Hermosa für 1-2 Nächte. Übernachten kann man dort gut in sogenannten Cabinas, die sehr billig und nahe am Strand sind. Mal sehen, wo wir da landen ;)

Hasta Pronto,

Julia







29. Oktober 2013

5 Tage Nicaragua!



Hola ihr Lieben,

Nachdem ich letzte Woche Donnerstag die 100-Tage-Grenze überschritten habe, ging es Freitag auf nach Nicaragua, denn da ich nur ein Touristenvisum habe, musste ich nach 3 Monaten für mindestens 72 Stunden ausreisen, um es dann bei der Einreise nach Costa Rica wieder für 3 Monate zu "aktivieren".
Also stand ich Freitag um 4:00 Uhr morgens auf, während meine ganze Family noch schlief, und fuhr um 5:00 Uhr mit dem Taxi nach Heredia, wo ich noch 4 andere Deutsche traf, mit denen ich dann auf den Reisebus wartete, der nach und nach alle aus unsere Austauschgruppe in ihren Städten abholte.
Dann begann die etwa 11 stündige Fahrt, und an der Grenze zu Nicaragua merkte man mal, wie einfach doch das Reisen in Europa ist, wo man nicht durch Passkontrollen muss..

Wir kamen nachmittags um etwa 4p.m. an, und nach dem Essen in einem Restaurant direkt am Strand, brachten wir unsere Sachen zum Hotel, zogen uns um und gingen direkt ins Meer, wo wir 2 Stunden später einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer sahen.


sogar das Kaff San Juan del Sur hat seine Christus-Statue

der Strand von San Juan del Sur mit seinen vielen Strandrestaurants


ein Hinterhofmarkt, in dem alles,  Gemüse, Obst, Fleisch und auch Souvenirs verkauft werden

Den gesamten Abend und bis Samstag Nachmittag um 4 hatten wir Freizeit, in der wir auch alleine Essen gehen konnten und durch die Stadt schlenderten, Eis aßen und ins Meer gingen. 
Samstag um 16 Uhr fuhren wir dann mit unserem Reisebus zu der Christus-Statue, um von dort den Sonnenuntergang zu sehen. Leider war er an diesem Tag nicht soo schön wie am Vorabend, hielt aber trotzdem für tausende von Fotos her ;)



Unsere Bucht mit Regenbogen im Hintergrund



viel mehr sahen wir auch nicht vom Sonnenunntergang


Das ist das, was ich auch an Costa Rica liebe: Mich faszinieren die unglaublich großen und abstrakten Wolken


Und als wir das sahen, fingen wir an zu rennen..


Sonntag Morgen um halb 9 fuhren wir dann weiter Richtung Inland, genauer nach Granada, eine sehr schöne Stadt direkt am See von Nicaragua. Nachdem wir unsere Sachen auf die Zimmer gebracht hatten, machten wir eine Kutschfahrt durch Granada, und wir hatten uns natürlich die schönste der Kutschen ausgesucht, eine komplett weiße mit rosa Dach :D 
Anschließend trennte sich die Gruppe, denn bis zum Nachmittag hatten wir wieder frei, und unser Grüppchen ging Souvenirs kaufen, Kaffee trinken und noch in den Pool des Hotels. 




Des öfteren sahen wir noch solche Kutschen, die meist Bauern in  Nicaragua als Verkehrsmittel benutzen



Die anderen Kutschen sind doch lange nicht so schön wie unsere oder?

Hier trafen sich vor vielen Jahrzehnten die Reichen der Stadt..




wir als typische Touris auf dem Souvenirmarkt ;)



Touri Bild am Aussichtspunkt

Der Pool unseres Hotels in Granada

Am Nachmittag unternahmen wir noch eine Bootsfahrt über den Lago de Nicaragua, bei der wir an vielen kleinen Inseln vorbei fuhren, die fast alle privat sind und auf denen schöne Häuser stehen, an deren Steege große Segelboote festgemacht sind und in die Pools eingelassen wurden. Die Mehrzahl der Eigentümer sind US-Amerikaner, Europäer und z.B. der Präsident von Nicaragua. 
Auf einer kleinen Insel steht kein Haus, sondern dort leben 4 Affen, die natürlich Highlight der Fahrt waren.
Der Nachmittag war wieder frei, also gingen wir in ein Restaurant, setzten uns nach draußen und bestellten leckere Sandwiches. 
Bootstour
eine der vielen privaten Inseln

...


hö?



Nicaragua ist sehr viel ärmer als Costa Rica, und das merkten wir dann auch, als wir so am Tisch saßen und auf das Essen warteten, denn da kamen alle 5 Minuten entweder Kinder, die einfach so um Geld bettelten oder uns Kaugummis verkaufen wollten, Männer, die Sonnenbrillen, und Frauen, die Pfeifen in Vogelform verkaufen wollten, vorbei. Das Restaurant hat sogar extra einen Mann arrangiert, der dafür sorgen soll, dass die Gäste nicht belästigt werden, was echt hart klingt, es aber für uns tatsächlich angenehmer machte, weil wir überhaupt nicht wussten, wie wir den Kindern sagen sollten, dass sie gehen sollen.
Nach dem Essen gingen wir direkt wieder in den Pool, wo gerade nebenan in einem Pavillon eine Gruppe einen Geburtstag feierte, und danach dem "Cumplean~os feliz" klatschen wir alle mit, und bekamen, weil die das so süß fanden, ein Stück Geburtstagstorte in den Pool gebracht :D Ich kann nur sagen, dass das am Ende eine kleine Sauerei gab...
Als es dann aber anfing zu regnen und zu gewittern, gingen wir doch lieber aus dem Pool und gammelten etwas auf dem Zimmer, bis wir uns abends auf die Suche nach einem hübschen Straßenrestaurant machten. Wir fanden auch eins, allerdings war die Karaoke-Musik vom Restaurant 30 Meter weiter so lautund so schlecht, dass wir uns doch dazu entschieden, uns reinzusetzen, und fanden überraschenderweise einen total schönen, ruhigen Hinterhof mit Springbrunnen vor. 

Sonntag morgen fuhren wir etwa 1 Stunde nach Masaya, wo es 2 riesige Souvenirmärkte gibt. Da wir aber nur 2 Stunden Zeit zum stöbern hatten, entschließen wir uns direkt zu dem schöneren und dafür vielleicht etwas teureren Markt zu fahren -natürlich per Kutsche statt mit einem  normalen Taxi! 
Die vielen Souvenirläden hatten eigentlich fast alle das gleiche: Ledertäschen mit und ohne bunte Stoffe, atztekisch angehauchte Vasen, Schmuck, Schnapsgläser mit Bildern von Nicaragua, Stoffrucksäcke etc, alles sehr indianisch geprägt.
Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man fast den ganzen See von Nicaragua überblicken konnte und auch Granada von weitem sah.
Der Lago de Nicaragua

Granada vom Aussichtspunkt aus gesehen

Natürlich durften auch dort die Souvenirstände nicht fehlen..

Am Abend, nach einem freien Nachmittag, den wir wieder im Pool verbracht hatten,
gingen wir noch ein paar Essensachen für die Fahrt am Dienstag einkaufen, und fanden einen kleinen Laden, in dem ich 6 Milchbrötchen, eine Cola und ein Wasser für umgerechnet 1€ bekam, was also spottbillig war.

Dienstag morgen mussten wir dann wieder um 5:00 Uhr aufstehen, um 6:00 gab's Frühstück und um 7 war Abfahrt. Die Fahrt bis zur Grenze dauerte etwa 3 Stunden, und dort verbrachten wir dann echt viel Zeit, weil der Busfahrer zur Einreise nach Costa Rica alles mögliche erledigen musste, und wir alle wieder durch die Passkontrolle und die Koffer durch den Zoll mussten, und leider verlangte der Beamte dann bei mir und 2 anderen, die auch nur mit Touristenvisum eingereist sind, das Rückflugticket, um zu beweisen, dass wir nicht länger als 3 Monate im Land bleiben werde... und die hatten wir natürlich nicht dabei.
Also gab das erst mal Stress, und schließlich gingen wir mit unserer Betreuerin zu Fuß zu so einer Hütte,wo ein Büro drin war, in dem sie dann für $2 an einen Computer durfte und Gott sei Dank Die Flugtickets in irgendwelchen ihrer emails fand und ausdrucken konnte. Also ging es wieder zurück zur Passkontrolle, und dann kamen wir also auch ohne weitere Probleme über die Grenze.
Auf der Fahrt machte unsere Betreuerin dann Einzelgespräche mit jedem von uns, und fragte uns über Familie, Spanischkenntnisse, Freunde und Schule aus.   Erst da fiel mir mal richtig auf, dass meine Freunde-Situation nicht so ganz aussieht wie schon bei vielen anderen, die andauernd was mit denen unternehmen etc. Bei mir ist es eher so,dass ich zwar ein paar Freunde habe, mit denen ich irgendwie die Pausen verbringe, aber dass es halt, wahrscheinlich auch weil es eine Privatschule ist, und alle echt richtig viel für die Schule machen müssen, nicht so ist, dass wir andauernd was unternehmen, was ich eigentlich doch schade finde. Ich hoffe jetzt einfach, da es nur noch 4 Wochen bis zu den großen Ferien hier sind, dass die dann nach den letzten Examen, die schon in 2 Wochen anfangen (!), unternehmungslustiger sind. Jedenfalls kann ich sagen, ich habe ein riiiiiieeesen Glück mit meiner Gastfamilie, aber dass ich es halt echt schwer finde, festere Freundschaften unter den Ticos zu knüpfen. (was nicht heißen soll, dass meine Freunde, die ich schon habe, nicht total lieb wären :))

Und dank der Zeitumstellung auf Winterzeit, beträgt der Zeitunterschied jetzt nur noch 7 Stunden statt 8 :-)

Hasta pronto

Julia